Kindheit und Jugend

Georg Elser wurde am 4 Januar 1903 in Hermaringen/Württemberg geboren. Er ist das erste der fünf Kinder welches Maria Elser zur Welt bringt. Sein Vater ist Holzhändler und seine Mutter kümmert sich um den Bauernhof. 1904 ziehen die Elsers nach Königsbronn. Georg muss schon früh der Mutter auf dem Hof helfen und auch dem Vater zur Hand gehen. Eine angenehme Kindheit hat Georg Elser nicht gehabt. Als er sieben Jahre alt war, begann sein Vater zu trinken und kam von da ab immer spät und betrunken nach Hause. Er schlug sowohl seine Mutter, als auch seine Kinder. Georg hatte zu diesem Zeitpunkt einen Bruder Leonhard und drei Schwestern: Friedericke, Maria und Anna.
1909 bekam Frau Elser auch noch einen Sohn den sie Ludwig tauften, er starb aber sechs Jahre später. 1910 als Ludwig Elser seine Frau mal wieder geschlagen hatte, beschließt sie zu gehen und wohnt eine Woche bei ihren Eltern, bis sie überredet wird zurückzukommen.

In diesem Jahr wird Georg eingeschult. Er gehört nie zu den Besten der Klasse, aber in Mathematik, Kunst und Schönschreiben erhält er gute Noten. Er ist ein kleines, schmächtiges Kind welches sich alleine beschäftigen kann, zu Hause viel mitarbeitet und wenig spricht. Nur seinem guten Freund Eugen vertraut er sich an, mit ihm bleibt er immer gut befreundet.

Mit 15 Jahren verlässt Georg Elser die Volksschule und beginnt eine Lehre in einer Eisendreherei im Hüttenwerk. Diesen Entschluss fasste er, als Eugen eine Lehre dort anfing. Doch aus gesundheitlichen Gründen verlässt er die Stelle bald und beginnt in Königsbronn eine Schreinerlehre. 1922 macht er eine Gesellenprüfung und besteht als bester. Bis 1925 wechselt er immer wieder die Stelle, arbeitet bei verschiedenen Schreinereien und bei ein paar Uhrenfabriken.

Bei den Mädchen ist er sehr beliebt, weil er sich sehr von den lärmenden zechenden Kumpanen unterscheidet und immer höflich, galant und charmant ist. Im Laufe der Zeit geht er mehrere Beziehungen ein, jedoch keine langfristigen. Politik interessiert ihn nicht und von Hitlers Putschplänen 1923 hatte er nicht viel mitgekriegt. Doch 1938 wurde die Politik zum ersten Mal für ihn richtig wichtig.