Schutzhäftling im KZ

Das Konzentrationslager, ein Ort an dem Gegner des Regimes, Juden, Homosexuelle, Zigeuner, Zeugen Jehovas und alle anderen Staatsfeinde auf kleinstem Raum, der Willkür der bewachenden SS-Leuten ausgesetzt sind. Auch Sachsenhausen war so ein Lager, in dem die Häftlinge zu tausenden starben. Unter Folter, zuviel Arbeit, Missbrauch, Hunger, Krankheiten und Angst. In diesem KZ war auch Georg Elser untergebracht. Doch er hatte noch Glück im Unglück, er war Schutzhäftling, durfte also nicht sterben. Er war in den Sonderblocks bei den politisch Begünstigten, durfte Billard spielen, schreinern und musizieren. Dass es trotzdem kein schönes Leben war, versteht sich von selbst. Der "kleine Schorsch" (So wurde er von seinen Mitgefangenen genannt) wurde nun endlich für eine Weile von der Gestapo in Ruhe gelassen. Er hatte aber für sie ein identisches Bombenmodell bauen müssen, was die Ermittlungen der Gestapo weiterbrachte.

Bis 1944 war Elser im KZ Sachsenhausen, dann wurde er nach Dachau gebracht, immer noch als Schutzhäftling. Er und seine Peiniger wussten noch nicht, dass es die letzte Station vor dem Tod sein werde.